Begehung am 25. Mai 2016


Mit dem Grünzug „Lehe Ost" regt der Grüne Kreis Bremerhaven für Fußgänger und Radfahrer eine Alternative zu den großen und vielbefahrenen Straßen Hafenstraße, Lange Straße und Stresemannstraße an. Neben der Idee wird zur Realisierung auch Geld und Zeit benötigt, weiß der Grüne Kreis und geht bei der Umsetzung dieses Vorschlags von einer stufenweisen Realisierung und einer etwaigen Ausbauzeit von 10 bis 15 Jahren aus. Am Mittwoch, 25. Mai 2016, stellte der Grüne Kreis seinen Vorschlag anhand einer Begehung der möglichen Trasse vor. An der Begehung nahmen Vertreter der Parteien, der Verwaltung, von Institutionen und Vereinen teil.

Rund 2,5 Kilometer lang ist der Vorschlag des Grünen Kreises, wenn er in die Realität projiziert wird. Unter der Leitung des 1. Vorsitzenden des Grünen Kreises Bremerhaven, Wilfried Töpfer, nahmen die Teilnehmer der Begehung die Strecke unter die Füße. Start war an der Geeste zwischen der Eishalle und dem ehemaligen Kistner-Gelände gegenüber der früheren Aue-Mündung, am Flötenkiel fand die Begehung ihren Endpunkt.

Die angedachte Trasse
Der Weg führte über den Saarpark, den Verbindungsweg von der Melchior-Schwoon-Straße zur Neuelandstraße, den Leher Stadtpark, von der Wülbernstraße zur Felsstraße und darüber hinaus über die Neuelandstraße, die Neue Straße, den „Schwarzen Weg“ zur Poststraße, von dort über die Eisenbahnstraße, die Nettelstraße, über die Spadener Straße und die Pieperstraße. Seitens des Grünen Kreises Bremerhaven wurde aber deutlich gemacht, dass der jetzige Verlauf nicht zementiert ist, sondern nur einen Vorschlag darstellt.

Alternative zu stark befahrenen Straßen
Dieser Grünzug „Lehe Ost“ soll nach Meinung des Grünen Kreises zufolge nicht nur eine Alternative zu den stark befahrenen Süd-Nord-Verbindungen Hafenstraße und Lange Straße sowie Stresemannstraße für Fußgänger und Fahrradfahrer werden, sondern auch eine grüne Vernetzung in diesem Teil von Lehe herstellen. Dabei könnte auf vorhandenem Grün aufgebaut werden. Freiwerdende Grundstücke oder nicht mehr benötigtes Straßenland könnte in die Trassierung dieser neuen Achse einbezogen werden.
Über den eigentlichen Grünzug „Lehe Ost“ hinaus könnten auch Möglichkeiten geprüft werden, ob Verbindungen von dieser Strecke in Richtung der Verkehrsachsen Hafenstraße /Lange Straße sowie Stresemannstraße geschaffen werden können.

Gedanke wurde positiv aufgenommen
Nach Abschluss der Begehung erfolgte im Hotel „Atlantik“ ein Austausch der Teilnehmer statt. Dabei zeigte sich, dass keiner der Beteiligten das Konzept ablehnte. Vielmehr sah man die Vorzüge eines solchen Grünzugs „Lehe Ost“. Man sah aber auch, dass Geduld und langer Atem vonnöten ist. Zeitlich und finanziell. Gleichwohl sei es empfehlenswert, mit der Planung zu beginnen. Dann könnte man das Projekt Stück für Stück umsetzen. „Langfristig lässt sich das realisieren“, hieß es am Mittwoch. Alle Teilnehmer halten die Idee des Grünen Kreises Bremerhaven inhaltlich für einen interessanten Vorschlag, der je nach Haushaltslage Stück für Stück in einem Zeitraum von 10 bis 15 Jahren umgesetzt werden sollte.

Wie geht's weiter?
Auf Vorschlag von Wilfried Töpfer werden die Institutionen, Fraktionen, Vereine und andere Gruppierungen das Konzept des Grünen Kreises Bremerhaven intern diskutieren. Um über die weitere Umsetzung zu reden, ist eine erneute Begehung im Winter 2017 vorzusehen. Diese Begehung fand am 2. Februar 2017 statt.

Erwartungen
Der Grüne Kreis Bremerhaven erwartet nun von der Kommunalpolitik, dass der Magistrat aufgefordert wird, einen Absichtsbeschluss zu fassen, der u. a. die Verwaltung anweisen soll, von nun an schon bei ihren Planungen die Vorstellung des Grünen Kreises zu beachten und bei dem weiteren Vorgehen nach und nach Haushaltsmittel zur Verfügung zu stellen.

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